Ein Produkt der Kunst.

Serviervorschlag

Endlich ist es soweit: Die beliebteste Tapete der Welt gibt es jetzt auch als Poster!

Die inhaltlichen Erwartungen an ein Kunstwerk sind so vielfältig und individuell wie seine Rezipienten. Dennoch lassen sich zwei parallel nebeneinander existierende Kunstbegriffe definieren, die sich unabhängig von konkreten Inhalten eher auf die funktionalen Anforderungen an ein Kunstwerk erstrecken:

Der häuslich geprägte Begriff von Kunst erwartet das Harmlose und Gefällige. Das Kunstwerk soll daheim zu allererst Zierde sein.

Der akademische Kunstbegriff hingegen hat sich von derlei Schranken längst emanzipiert. Vielmehr wird von museal ausgestellten Kunstwerken erwartet, dass sie tiefgründig, subversiv, gemeinhin nicht ohne weiteres zugänglich oder gar unbequem sind. Eine Folge dieser Entwicklung ist, dass prinzipiell jeder Gegenstand Kunstobjekt sein kann. Entscheidend dafür ist allein der Kontext, in den er gesetzt wird.

Es ist paradox: In Galerien und Museen findet das Publikum oftmals den eigenen Lebensalltag in Form von Gebrauchsgegenständen wieder, nur dass letztere hier als Kunstobjekte rezipiert werden.

Ein Ready-Made oder auch Objet trouvé (Marcel Duchamp) wird allein dadurch zur Kunst, indem es aus seinem gewöhnlichen Kontext isoliert wird. Das Museum ist ein Filter: Erst wenn der Alltag um das Alltagsobjekt herum verschwindet, kann es Kunst sein. Ob ein Objekt demnach als Kunst oder als Gebrauchsgegenstand gilt, hängt von dem Ort ab, an dem es vorgefunden wird.

Unsere Serie von Kunstdrucken zieht aus diesem Phänomen die logische Konsequenz und geht darin noch einen Schritt weiter: Die Trennung von privatem Wohnraum und Museum ist hinfällig, wenn an beiden Orten die an sich gleichen Objekte aufbewahrt werden.

Die Wohnung als Sammelort von Gebrauchsgegenständen wird somit zum privaten Museum und der Bewohner gleichzeitig Künstler sowie dessen Kurator.